Donnerstag, 16. März 2017

Die einzige Art Spaghetti zu essen by Nicole Brausendorf [Rezension]

Cover von Die einzige Art Spaghetti zu essen
Taschenbuch ● 9,99€ ● Ullstein Taschenbuch ● 480 Seiten ● 5 Sterne

Inhalt
 
Als die siebzehnjährige Liv mit ihrer Mutter in eine Kleinstadt an der Elbe zieht und eigentlich nichts als Einöde erwartet, kommt alles Schlag auf Schlag: Ihre neue Freundin Nessie wird ungewollt schwanger, und der Bad Boy Felix verliebt sich Hals über Kopf in sie. Er kutschiert sie mit seinem Motorrad, wohin sie will, tut alles, um ihr zu gefallen. Doch da gibt es noch jemanden: Leo ist Keyborder einer Coverband, und seit dem ersten Live-Auftritt der Jungs will Liv nur noch in seiner Nähe sein. Leo kann nicht glauben, dass Liv ihn wirklich liebt; er ist blind. Die Anziehung zwischen den beiden ist stark, aber die Widerstände gegen ihre Liebe sind groß …

Meine Meinung

 
Also ich habe das Buch innerhalb weniger weggesuchtet und das keinesfalls nur deswegen, weil es ein Rezensionsexemplar war. Nein, die Geschichte von dem Buch ist so liebevoll ausgearbeitet und herzzerreißend, dass ich nicht anders konnte. Noch dazu kommt der wahnsinnig tolle Schreibstil der Autorin. 


Und die Thematik die hier angesprochen wird, hab ich so noch nie bei einem Buch gefunden. Die meisten Liebesromanzen sind da eher etwas konservativer aufgebaut. Es war auch einfach unglaublich zu erfahren, wie Leander die Welt zu "sehen" bekommt und wie viel mehr er doch bemerkt, als wir. Liv hat an manchen Stellen von Reizüberflutung gesprochen und genau das ist es ja auch. Schon allein der Weg zum Supermarkt ist mit so vielen Reizen verbunden, sodass wir mind. 60% ausblenden und nicht beachten, was wirklich schade ist.

Außerdem fand ich die Protagonisten einfach fantastisch. An der Ausarbeitung von Liv und Leo habe ich rein gar nichts zu kritisieren. Mit Liv konnte ich mich so gut identifizieren, auch in der Hinsicht, dass sie endlich mal nicht rank und schlank ist und einfach wie ein Topmodel aussieht und dass Leo nicht so oberflächlich ist, sondern einzig und allein ihren Charakter voll und ganz geliebt hat, fand ich einfach fantastisch. Ich finde aber auch, dass das nichts mit der Tatsache zu tun hat, dass Leo blind ist, sondern dass es auch sehende Menschen gibt, die nicht so oberflächlich sind, allerdings gibt es trotzdem zu wenige von dieser Sorte. Außerdem war Leo ein sehr selbstständiger und größtenteils unabhängiger Mensch. Er wusste sich immer zu helfen. Und das beste an ihm war sein Humor und sein Charme. An manchen Stellen hab ich mich wirklich halb tot gelacht, weil seine Sprüche einfach der absolute Wahnsinn waren. 

Ein winzig kleiner Minus-Punkt kommt allerdings trotzdem noch, einfach weil das Ende sehr rasch abgearbeitet wurde, was der Geschichte aber keinen Abbruch getan hat.

Fazit
 
Ich bin sehr froh und dankbar, dass ich dieses Buch lesen durfte. Es war bis jetzt, eines der besten Bücher diesen Monats, dass ich gelesen habe. Deshalb hat das Buch auch 4,5 Sterne verdient. Ich kann es jedem empfehlen, der auf eine tiefsinnige Liebesgeschichte Lust hat und auch mal was zum Lachen und zum Weinen braucht.


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