Freitag, 22. September 2017

Schwebezustand by Andreas Jungwirth [Rezension] [Werbung]

Taschenbuch9,99 € ● cbt ● 317 Seiten ● 1 Stern

Inhalt
Ein Mädchen zwischen zwei Jungs Seit ihre beste Freundin einen Freund hat, fühlt Sophie sich immer öfter wie das fünfte Rad am Wagen. Das wird anders, als sie Moritz trifft. Der ist schon 19, fährt ein schnelles Auto, ist cool. Mit ihm kommt Sophie sich völlig losgelöst vor, weit weg von allem – dem Zoff mit ihrer Freundin, der Trennung ihrer Eltern. Doch als es darauf ankommt, ist nicht Moritz, sondern Paul für sie da. Und Paul kennt sich aus damit, wenn alles in der Schwebe ist ...

Meine Meinung
Vorab: Danke an den Verlag, der mir dieses Buch kostenlos zur Verfügung gestellt hat, auch wenn mir das Buch nicht gefallen hat.

Wo fang ich da am besten an? Okay, bei der Protagonistin Sophie. Sie ist mir von Anfang an nicht sympathisch gewesen und auch im Laufe des Buches ist es nicht besser geworden. Und auch, wenn sie erst 14 oder 15 ist, war ich in diesem Alter dennoch längst nicht so naiv und gutgläubig. Mann muss sich doch nur fragen, was ein 19-jähriger von einem will. (Und nein, das ist kein Spoiler, steht auf dem Klappentext).
Dann sind da noch ihre Freundinnen. Ich bin mir nicht mehr sicher, wie die eine hieß, aber sie war noch schlimmer als Sophie. Sie bekommt wegen den kleinsten Sachen einen Wutanfall, macht eine riesige Szene und schreit dann sogar Unbeteiligte an. Tut mir leid, aber wo bleibt da bitte der Respekt gegenüber Erwachsenen bzw der Respekt einem Menschen gegenüber. Und noch dazu, ist es für mich unverständlich, wie man seiner angeblich besten Freundin nicht vertrauen kann. Wenn mir meine Freundin etwas erzählt, glaube ich ihr. In diesem Fall bräuchte ich nicht noch die Meinung meines Ex-Arschloch-Freundes. Wurden diese Mädchen überhaupt in irgendeiner Weise erzogen? Nicht nachvollziehbar für mich.

Der Schreibstil hat mir leider auch nicht zugesagt. Der war mir schlichtweg zu simpel und zu unspektakulär. Es baute sich auch im Laufe des Buches keine Spannung auf.
Weiterhin gibt es hier keine so wirkliche Handlung. Jedes Buch arbeitet doch auf etwas hinaus und dieses war für mich einfach langweilig.

Komme ich noch zu dem Liebesdreieck. Lässt sich ebenfalls aus dem Klappentext erahnen, dass es eins geben wird. Prinzipiell hat der Klappentext schon viel zu viel verraten und mir die Neugier genommen. Und katastrophal ist in meinen Augen, dass Sophie, obwohl Moritz sie so schlecht behandelt hat, sie ihn trotzdem mag und ihm verzeihen möchte. Da schrie alles in mir: "Was zur Hölle tust du da?!" Und das hat nichts mit dem Alter zu tun. Mit 15 war ich niemals so naiv. Meiner Meinung nach, vermittelt das an junge Leserinnen, dass es okay ist, wenn ein Junge dich so behandelt, als wärst du Luft und dich belügt. Aber das stimmt nicht. Das kann und darf man jemandem nicht durchgehen lassen.

Und das Ende....ja, das fand ich zu gleichen Teilen sinnlos und unfertig. Als würden noch 10 Seiten fehlen. Und noch dazu das Verhalten von einem der beiden Loveinterests. Zwischenzeitlich hab ich mich echt gefragt, ob die Protagonisten (alle) eventuell irgendeine Droge konsumiert haben. Das würde dann tatsächlich deren Verhalten plausibel erklären, denn es gab Momente, wo die einfach komplett ausgerastet und nicht nachvollziebare Dinge getan haben.

Es tut mir wahnsinnig leid, so eine schlechte Rezension schreiben zu müssen, aber eventuell bin ich zu alt für dieses Buch und vielleicht ist es für eine jüngere Zielgruppe angedacht. Dennoch muss ich meine ehrliche Meinung dazu schreiben und so habe ich es empfunden. Noch dazu hatte ich mir eigentlich eine romantische New Adult Story gewünscht, aber die habe ich leider nicht bekommen.

Fazit
Ich kann das Buch leider nicht weiter empfehlen.

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