Donnerstag, 27. April 2017

Creature: Gefahr aus der Tiefe by Morton Rhue [Rezension] [Werbung]

Cover von Creature by Morton Rhue
Hardcover ● 17,00€ ● Ravensburger Buchverlag ● 480 Seiten ● 4 Sterne


"Für [einige] ist ein Leben ohne eine Aufgabe kein Leben. Sie brauchen ein höheres Ziel, nach dem sie streben können [...]" (S. 417)



Inhalt
 
Ein Planet voller Gefahren. Eine mörderische Kreatur. Ein Junge, der um sein Leben kämpft.
Ismael weiß, dass er von der Erde verschwinden muss. Die Natur ist komplett zerstört, durch die dicke Smogwolke dringt schon lange kein Sonnenlicht mehr und die Luft reicht kaum zum Atmen. Als ihm ein Job auf dem fernen Planeten Cretacea angeboten wird, ergreift er die Chance und heuert dort auf einem Walfangschiff an. Doch seine Arbeit ist viel riskanter als gedacht. Denn sein Schiff macht Jagd auf das gefährlichste Lebewesen des Planeten: eine riesige blutrünstige Kreatur, die in den Tiefen des Meeres lauert. Für Ismael und den Rest der Besatzung geht es ums nackte Überleben …

Meine Meinung
 
Als erstes muss ich sagen, dass der Klappentext wirklich nicht viel an Informationen hergibt und man sich blind in die Geschichte fallen lässt, was nicht mal schlecht ist, weil man ohne Vorurteile oder Erwartungen in die Geschichte eintauchen kann.

Am Anfang, also die ersten 70 Seiten hatte ich so meine Probleme mit dem Schreibstil. Ich konnte einfach nicht flüssig in die Story einsteigen. Aber nach spätestens 100 Seiten wurde es immer flüssiger.

Positiv finde ich, dass die Kapitel immer sehr kurz waren, also durchschnittlich 5-10 Seiten lang und das war sehr gut, um immer wieder am Tag verteilt, ein bis 2 Kapitel zu lesen. Ich bin nämlich jemand, der nicht mitten im Kapitel aufhören kann zu lesen, deswegen war es super, dass die Kapitel so kurz waren. So habe ich locker 50 Seiten am Tag geschafft.

Nun zu den Charakteren: Am Anfang gingen mir ein paar Leute wirklich auf die Nerven, aber ich habe Verständnis mit ihnen gehabt, vor allem weil die Protagonisten sehr jung sind. Mir gefiel es zwar nicht, wie rücksichtslos und arrogant sie manchmal gehandelt haben, aber letztens ist es eine Anspielung auf unsere Gesellschaft und dass wahrscheinlich jeder von uns, alles tun würde, um sich selbst oder seine Familie zu retten. (Damit will ich natürlich niemanden zu Nahe treten, ist aber so eine Vermutung von mir)

Aber im Laufe der fast 500 Seiten haben sich manche Charaktere weiterentwickelt und neue Facetten angenommen, was ich positiv fand. Trotzdem waren einige Personen etwas flach von ihrer Persönlichkeit (wie z.B. Gwen).
Nichts desto trotz fand ich es sehr nobel vom Protagonisten wie loyal er sich gegenüber seinen Freunden und Kameraden verhalten hat. Außerdem schlägt dieser Roman einen Ton an, der ein bisschen in Richtung geht: Wie sehr zerstören die Menschen die Erde und können wir die Erde überhaupt noch retten? 
Ich finde es sehr gut, dass dieses Thema angesprochen wird, wobei das Buch natürlich nicht 100%-ig Fantasy oder Science Fiction ist. Teilweise kommt auch der Charakter von einer Dystopie durch, was ich aber keineswegs negativ bewerte.

Alles in allem ist es eine gute runde Story, bei der man zwar meckern kann, aber dann wohl auf höchsten Niveau. Ich befürworte einfach das Thema, dass hier angesprochen wird, da es nicht weit hergeholt ist.

Fazit
 
Ich habe dem Buch 3,5 Sterne gegeben, weil es sich an manchen Stellen einfach gezogen hat und die Charaktere besser ausgearbeitet sein könnten. Ansonsten würde ich das Buch an junge Erwachsene zwischen 12 und 16 Jahren empfehlen, welche einen mysteriösen und leicht dystopisch angehauchten Roman suchen.


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