Dienstag, 4. Juli 2017

Solange ich in deinem Herzen bin by S. D. Robertson [Rezension]

Cover von Solange ich in deinem Herzen bin
Klappbroschur ● 14 € ●   HarperCollins ● 336 Seiten ● 4 Sterne

Inhalt

Will hat seiner kleinen Tochter Ella geschworen, immer für sie da zu sein. Und er tut alles dafür, um sein Versprechen zu halten. Bis zu dem Tag, an dem er tödlich verunglückt. Aber selbst der Tod kann das Band zwischen Vater und Tochter nicht zerreißen. Will erhält eine letzte Chance, um Ella Lebewohl zu sagen. Doch wie kann er den Menschen ziehen lassen, dem sein Herz gehört? 


Meine Meinung
Also zuerst muss ich erwähnen, dass ich den Schreibstil total toll fand. Er lies sich sehr fließend lesen und ich bin förmlich durch die Seiten geflogen. Dadurch fiel es mir eigentlich auch nicht schwer, schnell durch das Buch zu kommen.
Das nächste was mir aufgefallen ist, waren die Personen. Deren Charakter waren sehr tiefgründig ausgearbeitet. Dadurch konnte man die Protagonisten auch sehr gut in ihren Handlungen nachvollziehen.
Mir gefiel auch die Idee, die hinter dem Buch steht. Ich habe noch nie eine Story gelesen, in der es nicht expliziz ums Sterben ging, sondern darum, was mit einem Menschen danach passiert. Denn auch wenn ich nicht gläubig bin, hoffe ich, dass nach dem Tod etwas Schönes auf jeden von uns wartet. Außerdem hat es mir vor Augen geführt, wie schnell das Leben vorbei sein kann. Sich zu denken 'Ich bin noch zu jung zum Sterben' ist nicht die richtige Einstellung. Es kann jeden Tag etwas passieren. Auch wenn man nur mal schnell mit dem Fahrrad zum Einkaufsladen an der Ecke wollte. 

Was mir allerdings nicht gefiel, ist die Tatsache, dass es zwischendrin einige Längen gab, oder dass sich Will, der Protagonist, sehr häufig wederholte. Ich meine, ich habe relativ schnell kapiert, dass es für ihn eine schwierige Entscheidung ist, ob er nun in den Himmel soll oder für immer auf der Erde. Aber musste er das so oft zum Ausdruck bringen?
Weiterhin stört es mich, dass einige Fragen offen geblieben sind. Zum Beispiel gibt es in dem Buch die Lotsin, die dafür verantwortlich ist, dich in den Himmel zu bringen. Aber sie selbst war auch mal ein Mensch. Wie ist sie also Lotsin geworden?
Oder es gab eine Stelle, an der Will seine tote Frau wieder sieht. Aber eigentich müsste sie im Himmel sein. Also wie kann es sein, dass sie einfach mal so auf die Erde kommt? Eigentlich geht das nicht. Also alles in allem gibt es im Handlungsverlauf und in dem Aufbau einige Unstimmigkeiten, die mich etwas stören.
Aber um zum Schluss auf etwas Positives zurück zukommen, muss ich sagen, dass mir das Ende sehr gut gefallen hat. Das war total überraschend und damit hatte ich nicht gerechnet. Eigentlich störte es mich dass der Autor seine eigene Logik durchbrochen hat, weil ich dachte, es gäbe nur Weg A oder B und dann kommt die Lotsin mit Weg C an. Aber irgendwie hat es dann doch gepasst.

Fazit

Schlussendlich bin ich der Meinung, dass das Buch eine sehr liebevolle Geschichte über einen Vater ist, der seine Tochter über alles liebt und alles für sie tun würde. Trotz einiger Kritikpunkte ist die Geschichte stimmig und letzten Endes würde ich es jedem empfehlen, der eine ergreifende und nachdenklich stimmende Lektüre sucht.


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