Sonntag, 10. Dezember 2017

Dash und Lilys Winterwunder by Rachel Cohn & David Levithan [Rezension]

Cover von Dash und Lilys Winterwunder by David Levithan

Paperback ● 12,99 € ● cbt Jugendbuchverlag ● 319 Seiten ● 1 Stern

Inhalt
Kurz vor Weihnachten entdeckt Dash in einer Buchhandlung ein rotes Notizbuch, in dem ein Mädchen namens Lily den Finder zu einem geheimnisvollen Spiel auffordert. Bald schicken sich die beiden gegenseitig quer durch Manhattan. Über das Notizbuch tauschen sie ihre Gedanken und Träume aus und kommen sich dadurch näher – das erste Treffen zögern sie hinaus, bis es fast zu spät ist …




Meine Meinung

Direkt vorweg, ich musste das Buch nach ca. dem erstem Drittel abbrechen. Aber ich fange mal bei dem Schreibstil an.
Der ist relativ durchschnittlich und nichts wirklich besonderes. Es lässt sich schnell lesen, aber an mancher Stelle war er mir zu umschweifend. Es wurden Dinge erklärt, die in meinen Augen nichts für die Handlung getan haben. Im Gegenteil, es hat sich eher gezogen.

Die Kapitel sind abwechselnd aus der Sicht von Dash und Lily geschrieben und so bekommt man gut mit, warum sie so handeln und was sie für Gedanken haben. Prinzipiell erstmal eine gute Sache.

Die Idee mit dem Notizbuch, welches sich die beiden Hauptprotagonisten hin und her schicken, je mit einer Aufgabe verbunden oder einem Rätsel, ist wirklich gut und habe ich so auch noch nicht gelesen. Aber die Umsetzung dieser Idee ist eher mau.
Leider kommt beim Lesen absolut keine Weihnachtsstimmung auf und es fühlt sich nach den ersten 100 Seiten immer noch so an, als würde man immer noch den Prolog lesen. Und das Buch hat nur ein bisschen mehr als 300.

Jetzt muss ich aber etwas zu den Protagonisten Dash und Lily sagen. Dash ist ziemlich eingebildet und ein bisschen zu oberflächlich. Auch wenn durch gewisse Details versucht wird, seinem Charakter Tiefgang zu verleihen, hat das leider nicht funktioniert. Dennoch war Dash mir der sympathischere von den beiden.
Lily, auch genannt Shrilly, ist eine katastrophale Person. Erstens bedeutet ihr Weihnachten viel zu viel und sie übertreibt es maßlos mit den Traditionen. Noch dazu nörgelt sie an jedem herum. "Wie können die mir das nur antun...!" oder "Warum denkt niemand an mich!" und das sind nur einige ihrer Gedankengänge. Sie wirkt auf mich sehr egoistisch und gönnt weder ihrern Eltern noch ihrem Bruder etwas Ruhe. Und noch dazu wundert sie sich, warum jeder Geheimnisse vor ihr hat. Wenn es nämlich nicht nach ihrer Nase geht, schreit sie wie eine Fünfjährige auf Speed einfach drauf los. Das nenne ich erwachsenes Verhalten. Anscheinend ist ihr die Bedeutung von Kommunikation nicht bekannt.
Sie versucht nicht mal, ihre Familie nachzuvollziehen und zu verstehen. Außerdem sieht sie nicht ein, warum sich nicht alles um sie drehen kann und warum beispielsweise ihr Opa auch sein eigenes Leben hat und glücklich sein möchte. "Was bildet der sich schließlich ein!" *Augenroll
Aber bei jeder ihrer Handlungen verhält sie sich wie der Oberapostel überhaupt. Wenn ich ganz ehrlich bin, ist sie ein Schnösel, der jeden Menschen innerhalb von 3 sec abstempelt. Und im gleichen Atemzug verurteilt sie jeden, der wie sie, auch in diesem Schubladendenken feststeckt. Und wenn sie mal etwas gutes tun wöllte, dann will sie das nur tun, um ihre Mutter damit zu ärgern. Das ist leider die falsche Intention. Dann kann sie genauso gut auch nichts tun.
Würde ich mit ihr auf eine Schule gehen, wären wir bestimmt keine Freunde. Sie ist auch der Grund, warum ich das Buch abbrechen musste. Sie ging mir so dermaßen auf den Keks, dass ich mir das nicht weiter antun werde.

Leider werde ich auch nichts mehr von David Levithan lesen. Das ist bereits mein zweites Buch von ihm und auch das erste hat mir nicht gefallen. Weder Schreibstil noch noch Plot oder Charakterentwicklung sind so gut, dass ich mehr lesen möchte.

Das einzig positive ist das Setting. Dieses spielt in New York und da bekommt man richtig das Feeling der Stadt und es wird gut beschrieben, wie man sich die Stadt vorstellen kann. Aber mehr positives gibt es meinerseits nicht mehr zu sagen.


Fazit


Ich kann und werde das Buch niemanden weiterempfehlen. Es gibt im Bereich der saisonalen Weihnachtsliteratur definitv besseres, um in Weihnachtslaune zu kommen. Dieses Buch hat mich maßlos enttäuscht.

Kommentare:

  1. hallo!
    Sehr interessant! Mir ging es mit dem Buch genauso. War auch nicht meins. Ich mag es eigentlich gar nicht, Bücher abzubrechen. Aber manchmal geht es nicht anders ^^
    Bin auf deinen Blog über "Blogg dein Buch" gestoßen und hab dann mal gestöbert! Kannst du die Seite empfehlen? Bin noch ein totaler Neuling mit meinem Blog und würde mich sehr freuen wenn du ein paar Tipps hast :)
    Liebe Grüße
    Liselotte von www.lesenodernicht.de

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    1. Freut mich, dass du auf meinen Blog gestoßen bist :) Also mir macht es nichts aus, Bücher abzubrechen. Wenn es mich nicht packt, dann möchte ich meine wertvolle Zeit doch lieber besseren Büchern widmen.
      Ich bin schon seit einer Weile nicht mehr aktiv auf Blogg dein Buch. Leider ;( Allerdings ist mir die Art der Bewerbung bei dieser Plattform zu aufwendig und es gibt selten Exemplare, die mich ansprechen. Von Vorteil ist natürlich, dass andere Blogger und Leser auf deinen Blog aufmerksam werden können.
      Ich habe meinen Blog seit Februar 2017 (wow, fast schon ein Jahr °_°) aber ich lerne immer noch dazu. Das meiste habe ich gelernt, indem ich mich durch Posts von anderen Bloggern gewälzt habe. Beipielsweise die Sache mit den Schneeflocken habe ich hier entdeckt: http://blog.miradesigns.de/2011/12/schnee-fallen-lassen.html Auf ihrem Blog findet man ziemlich viele Kniffe und Tricks.
      Letztendlich kann ich dir nur dazu raten, Blogger direkt anzuschreiben, wenn dir etwas gefällt und du lernen möchtest, wie man das macht. Die meisten Blogger (und so habe ich es am Anfang auch gemacht ;)) sind da sehr hilfsbereit. Jeder hat bei 0 angefangen.

      Liebe Grüße
      Carolin

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